Die Schwefelquelle

Der im Jahre 1596 von Heinrich Schickhardt installierte Brunnen befindet sich im Zentrum des Hauses und kann nach wie vor besichtigt werden.

Der Brunnen wird in 20 Metern Tiefe gespeist von zwei Quellen mit Oberflächenwasser aus der geologischen Schicht des Lias epsilon, des so genannten Posidonienschiefers.

Das Oberflächenwasser aus der Teufelsklingenschlucht wird auf der wasserundurchlässigen Schicht des Lias delta (Amaltheen-Ton) von Norden her herangeleitet und im darüberliegenden Faulschleimgestein mit Schwefel angereichert. Durch sauerstoffreiche, einsickernde Niederschlagswässer entstehen über Oxidationsprozesse Sulfate, dann wieder durch Reduktion mit Hilfe von desulfurizierenden Bakterien (Desulfo-Vibrio-Bakterium) Schwefelwasserstoff.

Naturschwefel in besonderer Form

Schwefel wird in seiner Sulfidform bzw. als Hydrogensulfid HS- und als Schwefelwasserstoff H2S 150x besser durch die Haut aufgenommen als Sulfatschwefel. Dies ist einer der besonderen Wirksamkeitsfaktoren der Boller Schwefelquelle. In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Berichten über die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung von Schwefelwasser.

Einsatzmöglichkeiten

  • Im Rahmen von degenerativen sowie entzündlich-rheumatischen Gelenk- und Wirbelsäulen-Erkrankungen,
  • bei Patienten mit verschiedenartigsten Hautkrankheiten (Schuppenflechte, Trockenflechte, allergische Ekzeme, Stauungsekzeme etc.),
  • Fibromyalgie (Weichteilrheuma).

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