Historie

Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte des Kurhauses.

1595 Herzog Friedrich I. von Württemberg lässt einen Brunnen graben und eine Schwefelquelle fassen. Noch im gleichen Jahr erhält Heinrich Schickhardt, der Hofarchitekt des Herzogs, den Auftrag, ein "stattliches Bad" zu erbauen. Ende 1597 ist das Haus mit einem "Lustgarten" im Wesentlichen fertig gestellt.

1596 Johannes Bauhinus berichtet dem Herzog sehr ausführlich in seinem Werk "Historische Beschreibung fast aller heilsamen Bäder und Sauerbrunnen… insonderheit aber von dem Wunderbrunnen und heilsamen Bad zu Boll im Herzogtum Württemberg."

1823-1825 Neubau des Bades unter König Wilhelm I. von Württemberg. Ein Großbau im neoklassizistischen Stil entsteht.

1830 Umbau des alten Hausteils; die neue Gesamtanlage hat bis heute ihre äußere Gestalt nicht wesentlich verändert.

1852 Johann Christoph Blumhardt, Pfarrer in Möttlingen, kauft mit Hilfe von vermögenden Freunden das Haus. Die charismatische Gestalt Blumhardts zieht vor allem Menschen mit seelischen Nöten nach Bad Boll.

1880 Christoph Friedrich Blumhardt, ebenfalls Pfarrer, übernimmt nach dem Tode seines Vaters die Leitung des Hauses und wendet sich den sozialen Nöten der Menschen seiner Zeit zu.

1920 Die Erben von Christoph Blumhardt schenken der Herrnhuter Brüdergemeine/ Evang. Brüder-Unität das Anwesen.

1933 Zum ersten Mal werden Fangopackungen aus fein gemahlenem Posidonienschiefer angewendet.

1940 Das Kurhaus muss für die Einrichtung eines Lazaretts geräumt werden.

Nach 1945 Das Haus beherbergt viele Flüchtlinge – es wird zur Geburtsstätte der Evangelischen Akademie und der Kirchenleitung der Herrnhuter Brüdergemeine im Westen.

1950 Bundeskanzler Adenauer sprach anlässlich einer CDU-Tagung im Haus, ein zweiter Besuch folgte 1954.

1976 Einweihung der MineralTherme.

1999 Die Diakonie Stetten e. V. kauft das Kurhaus in Bad Boll und übernimmt 99% Geschäftsanteile, die Herrnhuter Brüdergemeine/ Evang. Brüder-Unität behält 1%.

2006 Fertigstellung des neuen Bettenhauses und gleichzeitig Spatenstich für den 2. Bauabschnitt – Neubau des Badhauses mit MineralTherme, Sauna und Vitalzentrum.

2008 Eröffnung des Badhauses Bad Boll.

2013 Das  Klinikum Christophsbad übernimmt 100 % der Geschäftsanteile der Rehaklinik Bad Boll.

 

 

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